
Kiesgrube Denstorf
Die Kiesgrube Denstorf ist unser strukturreichstes Gewässer. Mit der Insel, einer verkrauteten Flachwasserzone, drei langen Landzungen, Sandbänken, Stegen, einer ausgedehnten Schonseite und einem kleinen abgetrennten See (Bauernkuhle) gehört dieser See für viele Mitglieder zu den interessantesten Gewässern. In frühen Jahren wurden hier Welse besetzt bis wir feststellten, dass diese sich erfolgreich im Gewässer fortpflanzen. Der Besatz wurde dann eingestellt, aber der Bestand ist unverändert hoch. Im Jahr 2018 wurde die Schwarzmundgrundel nachgewiesen. Seit dieser Zeit vermehrt sich diese Fischart unkontrolliert im Gewässer und dominiert den Kleinfischbestand.
Übersichtskarte der Vereinsgewässer
Um sich einzelne Gewässer anzeigen zu lassen, öffnen Sie bitte die Gewässerauswahl durch einen Klick auf das Symbol oben links in der Menüleiste der Karte und wählen Sie das gewünschte Gewässer aus.
Besondere Bestimmungen
- Freigabe vom 01.04. bis 31.12.
- Das Angeln mit jeglichen Kunstködern ist während der Raubfischschonzeit vom 01.01. bis 30.04. verboten
Gewässerbericht von Hans Jäger
Der Klub Braunschweiger Fischer e.V. konnte Ende der fünfziger Jahre die Denstorfer Kiesgruben, pachten. Eine Kiesgrube, die von der Firma Raulfs ausgebeutet wurde und die im Laufe der Jahre zu dem wichtigsten Gewässer für den Verein geworden war. Nach langen Diskussionen im Verein, haben wir 1971 mit den verschiedenen Besitzern in Denstorf Gespräche aufgenommen, um über einen Kauf von Teilstücken zu verhandeln. Es waren schwierige, aber faire Verhandlungen, die 1971 mit einem Vertragsabschluss für die ersten 35.200 qm, erste Erfolge zeigten. Zwei Jahre sollte es dauern, bis wir die nächsten zwei Eigentümer überzeugen konnten, weitere 40.500 qm zu verkaufen.
1975 und 1976 kamen erneut 28.500 qm dazu.
Dann passierte viele Jahre, trotz laufender Gespräche nichts, erst 1989 kam es zu einem weiteren Abschluss über nochmals 31.332 qm.
Damit gehören uns insgesamt 122.405 qm dieses schönen Gewässers.
Aber leider noch nicht alles, 13.840 qm sind bis heute über Pachtverträge an uns gebunden. Ein Zustand den wir sicher gern beenden würden, aber aktuell besteht kein Verkaufswunsch.
Soweit zum Ablauf bzw. der Übernahme als erstes Eigentumsgewässer in unserer Geschichte. Aber wie sah das Gewässer damals aus? Vieles was heute Wasserflächen sind und an denen wir unserem Hobby nachgehen, war damals Landmasse, wenige Abstellflächen für PKWs waren am Rande des Gewässers vorhanden.
In den achtziger Jahren konnten wir eine Firma gewinnen, die an dem Umbau dieser Brachflächen und dem Anlegen eines Parkplatzes interessiert war, weil in unmittelbarer Nähe größere Mengen an Schwemmsand verbaut werden konnte. Der Erfolg für uns war, dass wir nicht einen Pfennig an Vereinsgelder dafür aufwenden mussten. Bei dieser Aktion entstand der Teich mit der Insel und eine Anbindung an die bestehenden Wasserflächen zur großen Kuhle und den zwei getrennten, kleineren Tümpeln. Darüber hinaus wurde der Parkplatz in das Gelände verlegt. Ebenfalls vergrößert wurde die sogenannte Baggerkuhle zwischen Sportplatz und der langen Halbinsel zur großen Kuhle. Dadurch ist es uns gelungen rund 8 Morgen (20.000 qm) zusätzliche Wasserfläche zu schaffen und ideale Laich- und Wandermöglichkeiten für unsere Fische einzurichten.
Entstanden ist sicher eines der beliebtesten Gewässer. In vollkommener Harmonie zwischen Wasserflächen und begrünter Landschaft findet jeder der dort seinem Hobby nachgeht, Erholung und Entspannung von Alltagsstress und wenn Petrus einem hold ist, sicher auch die erträumte Fischwaid.
Der Fischbestand ist sehr gut, neben Karpfen, Schleie, Aal, Hecht, Barsch und Zander und den verschiedenen Weißfischarten pflegen Riesenwelse, der größte bisher mit der Angel gelandete, hatte eine Länge von 2,20 m, nach Beute Ausschau zu halten.
Dieses war der Anfang einer langen Kette von Maßnahmen die zeigen, das Angler nicht nur Nutzer von Gewässern sind, sondern in ihrer ruhigen, aber konstanten Art für die Erhaltung der Natur und einem breiten Artenspektrum mehr leisten, als hinlänglich bekannt ist.
Verfasst am 11.05.2015