Klub Braunschweiger Fischer e.V.

Granetalsperre

Die Granetalsperre ist mit Abstand unser größtes Pachtgewässer. Hier ist man auf traumhaften Angelplätzen mit der Natur im Einklang. Weil unsere Verpächterin nur eine begrenzte Zahl von Anglern am Gewässer zulässt, sind die Fischereierlaubnisscheine limitiert und müssen von interessierten Mitgliedern zusätzlich erworben werden. Fliegenfischer finden hier ein Salmoniden-Eldorado vor. Mit etwas Glück kann sogar ein Seesaibling überlistet werden. Doch auch Spinnangler haben hier die Chance auf einen Traumfisch. Kapitale Barsche und Hechte lauern im Freiwasser auf Beute und können vom Ufer angeworfen werden. Um die Trinkwasserqualität zu schützen ist ein sogenanntes Gesundheitszeugnis erforderlich.

Größe: 219 Hektar

Fischbestand

Hecht, Bachforelle, Seesaibling

Um sich einzelne Gewässer anzeigen zu lassen, öffnen Sie bitte die Gewässerauswahl durch einen Klick auf das Symbol oben links in der Menüleiste der Karte und wählen Sie das gewünschte Gewässer aus.

  • Beangelung nur mit einer gesonderten Erlaubniskarte
  • Freigabe vom 01.05. bis 30.11.
  • Erlaubt ist eine Rute bestückt mit einer künstlichen Fliege oder Kunstköder
  • Anfüttern ist verboten
  • Nachtangeln ist verboten
  • Das Mitführen eines aktuellen Gesundheitszeugnisses ist verpflichtend 

Jeder Mensch hat einen Traum, aber nicht immer ist es möglich ihn zu erfüllen. Als ich vor über 30 Jahren von Freunden zum Fliegenfischen an der Granetalsperre überredet wurde, durfte ich erleben, wie schön diese Art des Fischens sein kann und wie traumhaft es ist, allein in der Natur seinem Hobby nachgehen zu können.

Damals war die Granetalsperre ein Pachtgewässer des Landessportfischerverbandes Niedersachsen und ein reines Salmonidengewässer. Neben dem Gesundheitszeugnis gab es weitere Beschränkungen, die mit dem Status einer Trinkwassersperre in Einklang standen. Einmal rund, bedeutete 17 km Fußmarsch oder man legte ein Klapprad ins Auto um Norddeutschlands schönstes Fliegenfischergewässer mit dem Rad zu erkunden.

Wie schon erwähnt, Natur pur war einem sicher. Hirsche beobachten, Feuersalamander beim Sonnenbaden zu sehen und nicht zuletzt, das Schlüpfen der Eintagsfliegen in der Abenddämmerung. Fast zum Verzweifeln konnte es einen bringen, wenn die Forellen dabei verrücktspielten und einem fast in den Kescher sprangen. Hier war es die ganze Kunst, die richtige Fliege, zur richtigen Zeit zu präsentieren.

Im Jahre 1969 gebaut ist sie die jüngste Talsperre im Harz und über einen 7,4 km langen Tunnel mit der Okertalsperre verbunden. Diese Maßnahme war nötig, weil sonst das Trinkwasser für die Versorgung Norddeutschlands nicht gereicht hätte. In späteren Jahren kam auch noch eine Verbindung zur Innerstetalsperre dazu. Dieses war sicher auch eine der Hauptursachen, dass sich der dort vorhandene Hecht- und Barschbestand auch in der Granetalsperre breitmachte. Eine Entwicklung die nicht mehr umkehrbar ist. Damit ist neben der Forelle heute Hecht und Barsch ein beliebter Beutefisch.

Doch zurück zu meinem Traum. Als im Jahre 2005 der Pachtvertrag mit dem Landesverband ausgelaufen war und ein neuer Pächter gesucht wurde, kam es durch unsere guten Kontakte zu den Harzwasserwerken zu einem Gespräch. In diesem wurde uns das Gewässer zu solch einmaligen Bedingungen angeboten, dass mein Traum es für den Verein zu gewinnen, möglich wurde. Es war mir zwar klar, dass nicht jedes unserer Mitglieder dort fischen konnte und dass sich daraus kritische Stimmen ergeben würden, aber, wenn man von einem Vorhaben überzeugt ist, dann muss man als Vorstand auch den Mut haben, es umzusetzen.

Auf der einen Seite ist es schade, dass das alleinige Fliegenfischen durch den hohen Raubfischbestand nicht mehr möglich ist. Obwohl es ein unglaubliches Erlebnis ist, einen großen Hecht an der Fliegenrute zu drillen, ist die Chance ihn sicher zu landen, eher gering. Darum haben wir uns entschlossen, das Gewässer auch mit der Spinnrute freizugeben.

Wenn ich sie nun auf den Geschmack gebracht habe in ungestörter Natur Anglerfreuden zu erleben dann liegen sie sicher an der Grane nicht falsch.

Verfasst am 29.10.2016

Die Fischereierlaubnisscheine für die Granetalsperre können ausschließlich über unsere Geschäftsstelle bezogen werden. Die Ausgabe erfolgt frühestens ab April des jeweiligen Jahres. Darüber hinaus muss ein aktuelles Gesundheitszeugnis vorgelegt werden. Dieses Gesundheitszeugnis muss Auskunft über den Gesundheitszustand der Person sowie über frühere Krankheiten geben und kann beim Hausarzt oder einem Allgemeinmediziner beantragt werden.

Für Mitglieder kostet der Erlaubnisschein 60,00 €
Für Nicht-Mitglieder kostet der Erlaubnisschein 100,00 €

Vor dem erstmaligen Erhalt eines Erlaubnisscheins ist eine Unterweisung über die Beangelung von Trinkwassersperren erforderlich. Diese Unterweisung findet ebenfalls in der Geschäftsstelle statt. Bitte lesen Sie sich zur Vorbereitung auf die Unterweisung den Fischereierlaubnisschein gründlich durch.